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Rezensionen Musikwissenschaft

 

Eckart Haupt

Dissertation "Die Einführung der Boehm-Flöte in die Hof- und spätere Staatskapelle Dresden - Konsequenzen für den Klang eines Orchesters"

Eingereicht an der Hochschule für Musik Dresden, Betreuer: Prof. Dr. phil. habil. Michael Heinemann

Abgeschlossen "magna cum laude" in Dresden 2010


Rezension:

"Der Nebel um die Wunderharfe löst sich auf"

Mit Soloflötist Eckart Haupt hat erstmals ein Musiker der Sächsischen Staatskapelle geforscht, wie der legendäre Dresdner Klang entstand - und bis heute gepflegt wird. ... Kein Wunder! Ihr sound ist romantisch warm, die Ensembles sind homogen verschmolzen, so wie es Carl Maria von Weber und Richard Wagner im 19. Jahrhundert abgestrebt hatten. ... Kenner bescheinigen der Kapelle ein unverwechselbares künstlerisches Gesicht. Doch wie und warum dieser besondere Klang entstand und wie es gelang, ihn bis heute zu erhalten, dazu gab's bislang nur vage Deutungsversuche.

Sächsische Zeitung, 10. November 2010, Bernd Klempnow

 

 

 

 

 

Eckart Haupt

"Flöten - Flötisten - Orchesterklang"

Verlag Dohr Köln ISBN 978-3-936655-91-9

 

Rezension:

"Wunderharfe dank Flötensamt"

Eckart Haupt ging dem unverwechselbaren Klang der Staatskapelle auf den Grund - ..... Wie konnte er sich halten über die Jahrhunderte, deren Fortschrittsdrang auch vor Instrumenten nicht halt machte? Weil die Musiker mit einer Mischung aus Beharrlichkeit und Traditionsbewußtsein um ihn kämpften ...  und dieses Weitergeben von klanglichen Eigenheiten habe sich bis heute erhalten.

(Sybille Graf)

Dresdner Neueste Nachrichten 29. August 2012

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Eckart Haupt

"Das Dresdner Flötenspiel von Buffardin bis Rucker - Versuch eines Abrisses"

in: "Partita - Siebenundzwanzig Sätze zur Dresdner Musikgeschichte (Festschrift für Hans-Günter Ottenberg zum 65. Geburtstag)", hg. von Wolfgang Mende, Verlag Thelem Dresden 2012.

 

Die Übertragung ins Japanische von Tsuneko Arakawa, versehen mit Illustrationen, erscheint in 6 Folgen innerhalb des Flötisten- bzw. Flötenmagazins der japanischen Flötenfirma   m u r a m a t s u. Das erste Heft erschien im Juni 2013.

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Eckart Haupt

Flöten-Flötisten-Orchesterklang ...

Bilde Künstler, rede nicht - den vielzitierten Bravheitssatz zu unterlaufen bedarf es immer der Mutprobe eines Gegenbeweises. Dieses Buch liefert ihn, den gelungenen theoretischen Exkurs eines Künstlers über sein Metier: der renommierte Flötist Eckart Haupt hat sich lustvoll der Anstrengung unterzogen, ein Stück der Kulturgeschichte seines Instruments zu erforschen. Seine erfolgreiche Dissertation an der Musikhochschule Dresden ist nun ein Buch geworden, ein hoch spezielles, das angemessen zu rezensieren hier keinesfalls der Ort ist (und einen anderen Autor bräuchte); es soll aber doch wenigstens darauf hingewiesen werden. Haupt rekapituliert - auch für den Laien erhellend - die spezielle Instrumentenpraxis seit dem späten 18. Jahrhundert, als die Flöte als "Primadonna" noch eine orchestrale Führungsrolle  hatte, über die Klangfarbenentwicklung des 19. Jahrhunderts Richard Wagners bis zur Polyphonie eines Richard Strauss. Dieser künstlerische Werdegang forciert zugleich die Entwicklung eines neuen Instrumentes, der sogenannten Böhmflöte (eine Zylinderflöte mit Ringklappensystem). Dabei werden sowohl ihr Erfinder und die Veränderungen des Repertoires als auch die unterschiedliche Konzertpraxis in Europa und Japan reflektiert, spezielle Fragenn der Spieltechnik wie der Wandel der Klangästhetik nach 1820 - eine Entwicklung, die sich schließlich bündelt in Betrachtungen zur berühmten Klangbalance der Sächsischen Staatskapelle. Die "Wunderharfe" kommt gleichsam unters Spezialmikroskop, sie wird einem nuancierten und spannungsvollen Definitionsversuch unterzogen, der Christian Thielemann dazu verführt, in einem Grußwort zum Buch von einer "Wunder ... flöte" zu schwärmen. Man darf ihm folgen.

Hans-Peter Lühr, in DRESDNER HEFTE Nr. 113, Beiträge zur Kulturgeschichte, ISBN 978-3-944019-02-4